Diagnostik in meiner Praxis:
Nicht jede Beschwerde erfordert eine umfangreiche Diagnostik. Häufig reichen eine sorgfältige Anamnese und einige gezielte Untersuchungen aus, um die Situation besser einzuordnen.Welche Untersuchungen sinnvoll sind, richtet sich nach Ihren Beschwerden, bereits vorhandenen Befunden und der jeweiligen Fragestellung. Bereits vorliegende Laborwerte oder Arztberichte können dabei selbstverständlich berücksichtigt werden.
Körperliche Untersuchung
Je nach Beschwerden können beispielsweise folgende Untersuchungen Bestandteil des Termins sein:
- Blutdruck und Puls
- Abhören von Herz und Lunge
- Betrachten, Abtasten und gegebenenfalls Beklopfen
- bei Bedarf beispielsweise Otoskopie
- Untersuchung von Wirbelsäule, Gelenken und Beweglichkeit
- Beurteilung von Muskelspannung und möglichen Beinlängendifferenzen
Weitere Messungen
Je nach Fragestellung können außerdem einfache Untersuchungen sinnvoll sein, zum Beispiel:
- Sauerstoffsättigung
- Blutzucker
- Urinteststreifen
- orientierende Atemfunktionsmessungen, z. B. PEF/FEV1
Nicht jede Untersuchung ist bei jedem Patienten erforderlich. Entscheidend ist, welche Messung für die jeweilige Fragestellung tatsächlich einen zusätzlichen Nutzen bringt.
Funktionelle Diagnostik
Manche Fragestellungen lassen sich mit einfachen Untersuchungen nicht ausreichend beantworten. Dann können funktionelle Messungen zusätzliche Hinweise geben – zum Beispiel zur Regulation des autonomen Nervensystems, zur Durchblutung oder zur körperlichen Belastbarkeit.
HRV-Analyse - Herzratenvariabilität
Die HRV-Analyse zeigt, wie flexibel das autonome Nervensystem auf Belastung und Erholung reagiert. Neben einer kurzen Ruhe-HRV können ein Atemtest, weitere Funktionstests und bei Bedarf auch eine 24-Stunden-HRV durchgeführt werden.
So lässt sich zum Beispiel betrachten, wie der Körper auf Stress, Aktivität, Erholung und Schlaf reagiert.
→ mehr zur HRV-Analyse
Knöchel-Arm-Index (ABI)
Beim Knöchel-Arm-Index wird der Blutdruck an Armen und Beinen miteinander verglichen. Die Untersuchung kann Hinweise auf eine eingeschränkte arterielle Durchblutung der Beine geben und ist besonders bei entsprechenden Risikofaktoren interessant.
Labordiagnostik
Manchmal reichen Anamnese und Untersuchung nicht aus, um eine Fragestellung gut einzuordnen. Dann kann eine gezielte Labordiagnostik sinnvoll sein.Dabei geht es mir nicht darum, möglichst viele Werte bestimmen zu lassen, sondern gezielt zu prüfen, welche Untersuchung für die jeweilige Situation wirklich weiterhilft.
Je nach Fragestellung können zum Beispiel untersucht werden:
- Darmgesundheit und Stuhldiagnostik
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- ausgewählte Untersuchungen bei Verdacht auf SIBO oder Histaminproblematik
- Herz-Kreislauf- und Stoffwechselrisiken
- ApoB, Lipoprotein(a), Homocystein
- Mikronährstoffe
- ausgewählte weitere Laborparameter nach individueller Situation
Vorhandene Laborbefunde können selbstverständlich mit einbezogen werden. Falls zusätzliche Untersuchungen sinnvoll erscheinen, bespreche ich mit Ihnen, welche Werte wirklich relevant sind und was sich daraus ableiten lässt.


